„Die goldenen 20er – mit uns der Boom, nach uns die Krise“  – so lautete das Motto des diesjährigen Abiturjahrgangs des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Am vergangenen Samstag konnten die insgesamt 90 Abiturientinnen und Abiturienten aus Stadtlohn, Gescher und Südlohn in der Sankt-Otger-Kirche nun endlich ihr Zeugnis in Empfang nehmen. Und auch wenn Schulleiter Jochen Wilsmann in seiner Begrüßung ankündigte, er wolle „versuchen, das Wort mit C nicht auszusprechen“, so war die diesjährige Abiturfeier doch stark von der aktuellen Situation geprägt. Nicht nur, weil der traditionell beliebte Abiball aufgrund der Hygienebestimmungen bereits im Vorfeld abgesagt werden musste.

Los ging die Veranstaltung nach besagter Begrüßung zunächst mit einem ökomenischen Wortgottesdienst, in dem Kaplan Jonas Hagedorn und Pfarrer Uwe Weber das Motto des Jahrgangs aufgriffen und die Schülerinnen und Schüler unter der Überschrift „Goldene Träume“ dazu ermutigten, ihren ganz persönlichen Träumen nachzugehen. Nach dem Schlusssegen und einem kurzen musikalischen Zwischenspiel der beiden Abiturienten Janes und Yannik Horst, die an diesem Tag gleich an mehreren Stellen für Highlights musikalischer Natur sorgten, folgte dann der lang ersehnte zweite Teil der Veranstaltung: die Zeugnisausgabe.

Diese startete zunächst mit einer kurzen Ansprache des Stufenleiterduos Marion Vennekötter und Dirk Haverkämper. Beide gratulierten den Schülerinnen und Schülern und verkündeten die Bilanz ihrer Jahrgangsstufe: Von den 90 Abiturientinnen und Abiturienten konnten unterm Strich insgesamt 23 Personen ihre Schullaufbahn mit einer Eins vor dem Komma abschließen. Dem Schüler Julian Lammers gelang sogar das Kunststück, einen Abiturschnitt von 1,0 zu erreichen.

Anschließend kamen auch die Elternvertreterinnen, die Schülersprecher sowie Bürgermeister Helmut Könning zu Wort. Sie beleuchteten das diesjährige Abiturmotto allesamt aus unterschiedlichsten Perspektiven. Der Konsens: Auch wenn dieses aufgrund der aktuellen Situation womöglich nicht ganz treffend gewählt sei, so wünsche man den jungen Erwachsenen doch alles erdenklich Gute für ihren weiteren Lebensweg. Im Anschluss richtete erneut Schulleiter Wilsmann das Wort an die Schülerinnen und Schüler sowie und deren Familien. Er betonte in Hinblick auf das diesjährige Abiturzeugnis: „Es ist nicht unterscheidbar vom Abizeugnis 2019 und 2021. Es hat den vollen Wert. Darauf könnt ihr wirklich stolz sein!“ und fügte angesichts seines in der Begrüßung formulierten Ziels mit einem Augenzwinkern hinzu: „Es ist ausdrücklich kein Corona-Abitur.“.

Nachdem Wilsmann den Jahrgang erneut beglückwünschte,  war es dann soweit: Die Abiturientinnen und Abiturienten konnten endlich das Ergebnis ihrer zwölfjährigen Schulzeit gemeinsam mit der traditionellen weißen Rose in Empfang nehmen. Und auch wenn diese durch das verpflichtende Tragen von Mundschutzen teilweise verdeckt waren, konnte man dennoch in viele stolze und zufriedene Gesichter blicken, sicherlich auch, weil es bereits einen Nachholtermin für den abgesagten Abiball gibt.