Was bedeutet eigentlich Demokratie?

Mit dieser Frage haben sich 10 Schülerinnen und Schüler der Geschichte-Spezialkurse der 9. Jahrgangsstufe des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG) mit ihren Austauschpartnern des Akmene Gymnasiums im Rahmen des zweiten deutsch-litauischen Schüleraustausches auseinandergesetzt. Dieser wurde finanziell durch den Pädagogischen Austauschdienst unterstützt. Vom 14. bis zum 21. Mai arbeiteten die Schülerinnen und Schüler während der verschiedenen Programmpunkte intensiv an der Thematik „Demokratie erfahren und (er)leben“. Dazu gehörten neben dem obligatorischen willkommen heißen am GSG und einer Demokratierallye durch Stadtlohn, auch zwei Tagesexkursionen: es ging zum einen in die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn, wo sich die Schülerinnen und Schüler im Haus der Geschichte dem demokratischen Weg der Bundesrepublik Deutschland von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart näherten. Außerdem führte sie ihr Weg nach Münster, wo sie bei einem Besuch in der Villa ten Hompel auf eindrückliche Art und Weise erfuhren, was Demokratieverlust vor allem zur Zeit des Nationalsozialismus bedeutete. Im Kunstklärwerk hingegen konnten die Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung des Künstlers Norbert Then in Kleingruppen ihr eigenes Demokratieverständnis und die Bedeutung von Demokratie für sich selber zum Ausdruck bringen, welches in einer Dokumentation filmisch festgehalten und im Geschichte-Spezialunterricht präsentiert wurde. Während am sonntäglichen Familientag dann das Leben in den Gastfamilien im Vordergrund stand, klang zu Beginn der darauffolgenden Woche der Schüleraustausch so langsam aber sicher aus. Nach einem herzlichen Empfang der litauischen und deutschen Schülerinnen und Schüler im großen Plenarsaal des Rathauses durch Herrn Bürgermeister Könning wurde der Schüleraustausch durch einen bunten Grillabend, bei dem die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Lehrern die ereignisreiche Woche bei sportlichen Spielen und Musik im Schulgarten des Geschwister-Scholl-Gymnasiums ausklingen ließen, abgerundet. Am darauffolgenden Tag verabschiedeten sich die deutschen und litauischen Austauschschüler wehmütig voneinander, aber wohlwissend, dass sie sich bei dem Gegenbesuch Anfang September in Litauen wiedersehen werden.

(Johannes Fromm)